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	<title>Mammographie Screening Bonn Rhein-Sieg Euskirchen</title>
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	<description>Mammographie kann Leben retten</description>
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		<title>Mammobil gegen Brustkrebs in Weilerswist</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 09:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Mobil gegen Brustkrebs in Weilerswist Bonn, 21.12.2011 Post von der Zentralen Stelle Düsseldorf bekommen ab Mitte Januar 2012 etwa 1200 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren aus der Gemeinde Weilerswist. Im Umschlag steckt eine Einladung zum Mammographie-Screening mit einem Terminvorschlag. &#8230; <a href="http://www.mammascreening-bonn-rhein-sieg-euskirchen.de/archives/1095">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mobil gegen Brustkrebs in Weilerswist</p>
<p>Bonn, 21.12.2011  Post von der Zentralen Stelle Düsseldorf bekommen ab Mitte Januar 2012 etwa 1200 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren aus der Gemeinde Weilerswist.<br />
Im Umschlag steckt eine Einladung zum Mammographie-Screening mit einem Terminvorschlag. Das Mammobil, die mobile Untersuchungs-Einheit der Mammographie Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen macht erneut Station in Weilerswist. Dort steht es ab dem 06.02.1012 auf dem Parkplatz des Netto-Discount Marktes,  Bonnerstraße 47.<br />
Geöffnet ist das Mammobil montags bis freitags von 09:00 bis 16:30 Uhr. Ziel des Screenings ist es, Brustkrebs in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen, die Brustkrebssterblichkeit zu senken und die Lebensqualität von Frauen mit Brustkrebs zu erhöhen. Denn: &#8220;Je kleiner der Tumor zum Zeitpunkt der Entdeckung, desto größer die Heilungschance.“ sagen Dr. Janine Riemenschneider und Dr. Michael Fißenewert, Programmverantwortliche Ärzte des Mammographie- Screening Programms für den Bereich Bonn Rhein-Sieg Euskirchen. Und mit Hilfe der Mammographie können bereits wenige Millimeter große Gewebeveränderungen erkannt werden &#8211; wird ein Tumor in der Brust ertastet, hat er meist schon eine Größe von etwa 2- 3 Zentimetern. Das Screening-Programm in Deutschland wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Bislang lässt sich nur von einem ersten Trend sprechen, weil sich erst nach einem Beobachtungszeitraum von fünf bis sieben Jahren gewisse Kriterien feststellen lassen. Aber dieser erste Trend besagt bereits, dass beim Screening vermehrt Brustkrebs im frühen Stadium gefunden wird, der sich mit Hilfe einer kleinen Operation entfernen läßt.</p>
<p>Für Frauen, die  bis Ende Januar 2012 keine Einladung erhalten haben oder ihren Termin ändern möchten, gibt es folgende Möglichkeiten:</p>
<p>1.	direkt über die Mitarbeiterinnen auf dem Mammobil<br />
2.	über die Homepage der Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen www.mammascreening-bonn.de<br />
3.	über die Zentrale Stelle in Düsseldorf  Tel: 0211 / 59 70 70 00 </p>
<p>Für gesetzlich Versicherte ist die Untersuchung kostenlos. Die Praxisgebühr entfällt. Im Falle einer privaten Krankenversicherung werden die Kosten im Rahmen des jeweils bestehenden Vertrages übernommen. </p>
<p>Ihr Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit:<br />
Mariam Tehrani<br />
Maximilianstraße 2<br />
53111 Bonn<br />
Tel: 0228/ 369423737<br />
E-Mai: tehrani@mammascreening-bonn.de</p>
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		<title>Mammobil kommt nach Zülpich</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 09:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Mobil gegen Brustkrebs in Zülpich Bonn, 29.11.2011 Das Mammobil, die mobile Untersuchungs-Einheit der Mammographie Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen macht erneut Station in Zülpich. Dort steht es ab dem 19.12.2011 auf dem Parkplatz des REWE Marktes, Römerallee. Zum zweiten Mal seit &#8230; <a href="http://www.mammascreening-bonn-rhein-sieg-euskirchen.de/archives/1092">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mobil gegen Brustkrebs in Zülpich </p>
<p>Bonn, 29.11.2011  Das Mammobil, die mobile Untersuchungs-Einheit der Mammographie Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen macht erneut Station in Zülpich. Dort steht es ab dem 19.12.2011 auf dem Parkplatz des REWE Marktes,  Römerallee. Zum zweiten Mal seit dem Start des Brustkrebsfrüherkennungsprogramms<br />
können sich Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren vor Ort auf erste Anzeichen<br />
von Brustkrebs untersuchen lassen. Ihre Einladung, den Untersuchungstermin<br />
und umfangreiche Informationen erhalten die anspruchsberechtigten Frauen in der Region per Post. „Wenn Sie in den nächsten Wochen eine Einladung erreicht, nehmen Sie sie wahr und nutzen Sie Ihre Chance“, empfehlen  Dr. Janine Riemenschneider und Dr. Michael Fißenewert, Programmverantwortliche Ärzte des Mammographie- Screening Programms für den Bereich Bonn Rhein-Sieg Euskirchen. Bisher kann auch mit modernsten Verfahren Brustkrebs nicht verhindert werden. Wenn die Erkrankung jedoch frühzeitig erkannt und behandelt wird, ist Brustkrebs heute in den meisten Fällen heilbar. „Je früher wir Brustkrebs erkennen, desto schonender und wirksamer kann therapiert werden“, erklären die engagierten Radiologen.</p>
<p>Geöffnet ist das Mammobil montags bis freitags von 09:00 bis 16:30 Uhr<br />
Betriebsferien vom 23.12.2011- 01.01.2012<br />
Für Frauen, die  bis Anfang Januar 2012 keine Einladung erhalten haben oder ihren Termin ändern möchten, gibt es folgende Möglichkeiten:</p>
<p>1.	direkt über die Mitarbeiterinnen auf dem Mammobil<br />
2.	über die Homepage der Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen www.mammascreening-bonn.de<br />
3.	über die Zentrale Stelle in Düsseldorf  Tel: 0211 / 59 70 70 00 </p>
<p>Für gesetzlich Versicherte ist die Untersuchung kostenlos. Die Praxisgebühr entfällt. Im Falle einer privaten Krankenversicherung werden die Kosten im Rahmen des jeweils bestehenden Vertrages übernommen. </p>
<p>Ihr Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit:<br />
Mariam Tehrani<br />
Maximilianstraße 2<br />
53111 Bonn<br />
Tel: 0228/ 369423737<br />
E-Mai: tehrani@mammascreening-bonn.de</p>
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		<title>Mobil gegen Brustkrebs in Meckenheim</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 12:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Mammobil, die mobile Untersuchungs-Einheit der Mammographie Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen macht das erste Mal Station in Meckenheim. Dort steht es ab dem 14.November 2011 bis zum 19. Januar 2012 auf dem Marktplatz. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mobil gegen Brustkrebs in Meckenheim</p>
<p>Bonn, 03.10.2011 Das Mammobil, die mobile Untersuchungs-Einheit der Mammographie Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen macht das erste Mal Station in Meckenheim. Dort steht es ab dem 14.November 2011 bis zum 19. Januar 2012 auf dem Marktplatz.<br />
Anspruchsberechtigte Frauen aus den Regionen Meckenheim und Rheinbach erhalten die Möglichkeit, in dieser Zeit am Früherkennungsprogramm gegen Brustkrebs wohnortnah teilzunehmen. Ziel des Mammographiescreenings ist, das  Sterblichkeitsrisiko durch Brustkrebs um 30 Prozent zu senken. Dies zeigen Erfahrungen aus den Niederlanden, Schweden und Großbritannien.<br />
Die Screening-Einheit Bonn Rhein- Sieg Euskirchen hat mit dem Mammographiescreening im November 2006 seinen regelmäßigen Untersuchungsbetrieb aufgenommen, seit 2008 auch mittels Mammobil, einer mobilen Röntgeneinrichtung des Screening-Centers. Kernstück des Mammobils ist ein hochmodernes volldigitales Mammo¬graphie-Gerät, das täglich vor Inbetriebnahme vom Referenzzentrum Münster überprüft und freigegeben wird. Es erstellt Aufnahmen von höchster Qualität.<br />
Mit dieser Brustkrebsfrüherkennung mittels Röntgenmammographie können die Radiologen Dr. med. Janine Riemenschneider und  Dr. med. Michael Fißenewert, Programmverantwortliche Ärzte der Screening-Einheit, flächendeckende Brustuntersuchungen von Frauen im Alter von 50-69 Jahren vornehmen, um möglichst kleine Brusttumoren zu erkennen, die noch nicht tastbar sind und den Frauen (noch) keine Beschwerden verursachen.<br />
Das Mammographiescreening erfolgt nach festgelegten hohen EU-Qualitätskriterien. So werden die Aufnahmen durch zwei umfassend geschulte Radiologen unabhängig voneinander ausgewertet. Auch die medizinisch-technischen Assistentinnen müssen eine entsprechende Ausbildung ablegen.</p>
<p>Die Qualität der Mammographieaufnahmen wird regelmäßig vom Referenzzentrum Münster kontrolliert.</p>
<p>Geöffnet ist das Mammobil montags bis freitags von 08:30 bis 17:00 Uhr<br />
Für Frauen, die  bis Mitte November keine Einladung erhalten haben oder ihren Termin ändern möchten, gibt es folgende Möglichkeiten:</p>
<p>1.	direkt über die Mitarbeiterinnen auf dem Mammobil<br />
2.	über die Homepage der Screening-Einheit Bonn Rhein-Sieg Euskirchen www.mammascreening-bonn.de<br />
3.	über die Zentrale Stelle in Düsseldorf  Tel: 0211 / 59 70 70 00 </p>
<p>Für gesetzlich Versicherte ist die Untersuchung kostenlos. Die Praxisgebühr entfällt. Im Falle einer privaten Krankenversicherung werden die Kosten im Rahmen des jeweils bestehenden Vertrages übernommen. </p>
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<p><a href="/wp-content/uploads/2011/12/Mobil-gegen-Brustkrebs-in-Meckenheim.pdf" target="_blank">Diesen Beitrag als PDF herunterladen</a></p>
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		<title>Newsletter 1/2010</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 08:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 hat begonnen und mit ihm ist eine neue Gesundheitsreform in Kraft getreten. Dies bedeutet einige Veränderungen für Versicherte und Ärzte. Bei den Honoraren soll gespart werden sowie bei den extrabudgetären Leistungen, zu denen auch etliche Früherkennungsuntersuchungen gehören. Wie wichtig effiziente Früherkennung für den Erhalt der Gesundheit nicht nur jedes Einzelnen, sondern der gesamten Bevölkerung sein kann, zeigt beispielsweise der kürzlich veröffentlichte Bericht des Krebsregisters NRW. Er stellt unter anderem fest, dass bereits 2008 die Brustkrebssterblichkeit auch durch die Einführung des Mammographie-Screenings zurückgegangen ist. Dies sollte Grund genug sein, verstärkt auf Früherkennung zu setzen und weitere Präventionsangebote zu schaffen. Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten zu erhalten, ist unsere große Aufgabe. Eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam mit Ihnen bewältigen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Jahr 2011 hat begonnen und mit ihm ist eine neue Gesundheitsreform in Kraft getreten. Dies bedeutet einige Veränderungen für Versicherte und Ärzte. Bei den Honoraren soll gespart werden sowie bei den extrabudgetären Leistungen, zu denen auch etliche Früherkennungsuntersuchungen gehören. Wie wichtig effiziente Früherkennung für den Erhalt der Gesundheit nicht nur jedes Einzelnen, sondern der gesamten Bevölkerung sein kann, zeigt beispielsweise der kürzlich veröffentlichte Bericht des Krebsregisters NRW. Er stellt unter anderem fest, dass bereits 2008 die Brustkrebssterblichkeit auch durch die Einführung des Mammographie-Screenings zurückgegangen ist. Dies sollte Grund genug sein, verstärkt auf Früherkennung zu setzen und weitere Präventionsangebote zu schaffen. Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten zu erhalten, ist unsere große Aufgabe. Eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam mit Ihnen bewältigen können.]]></content:encoded>
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		<title>Hälfte der Krebserkrankungen vermeidbar</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 17:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Mindestens die Hälfte aller Krebserkrankungen lassen sich vermeiden - und zwar mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung sowie Verzicht auf intensives Sonnenbaden, Rauchen und Alkohol. Das sagt die Epidemiologin Cornelia Ulrich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forscherin: Hälfte der Krebserkrankungen vermeidbar</strong><br />
Heidelberg. Mindestens die Hälfte aller Krebserkrankungen lassen sich vermeiden &#8211; und zwar mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung sowie Verzicht auf intensives Sonnenbaden, Rauchen und Alkohol. Das sagt die Epidemiologin Cornelia Ulrich.</p>
<p>Das Risiko an Krebs zu erkranken lässt sich verringern. Neben einer gesunden Lebensweise seien &#8220;Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung und Impfungen zur Vorbeugung bestimmter Krebserkrankungen&#8221; wichtig, sagte die Direktorin für Präventive Onkologie im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. So könne beispielsweise Hepatitis B Leberkrebs auslösen. Impfungen gegen das Virus seien daher sinnvoll.<br />
Ulrich untersucht gemeinsam mit ihrem Team aus über 40 Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen unter anderem wie die Entstehung vor Krebs vermieden werden kann. &#8220;In Deutschland gibt es im Bereich Krebsprävention noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Ein Ausbau erscheint aber notwendig in einer Gesellschaft mit immer mehr älteren Menschen und damit auch immer mehr Krankheiten&#8221;, sagte die 43-jährige Wissenschaftlerin.</p>
<p>Für jede Krebsart gibt es andere Risikofaktoren, das macht die Erforschung der Ursachen so schwierig. Rauchen beispielsweise erhöht das Risiko, an Lungen-, Darm- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken. &#8220;Brustkrebs hat dagegen eher mit Hormonspiegeln, Gewicht und Bewegung zu tun.&#8221;  uch spontane Mutationen können die Ursache sein. &#8220;Es gibt natürlich Menschen, die alles richtig machen und trotzdem an Krebs erkranken&#8221;, sagte Ulrich.</p>
<p>Skepsis gegenüber der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist aus Ulrichs Sicht nicht begründet. &#8220;Der Impfstoff funktioniert&#8221;, sagte die Professorin für Krebsprävention. &#8220;Wir können unmöglich eine Gruppe von Frauen nicht impfen, um zu sehen, wie viele von ihnen später an Krebs erkranken. Das wäre zynisch. Aber zahlreiche klinische Studien zeigen, dass die Vorstufen verhindert werden können.&#8221; (dpa)</p>
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                    </div>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/Presseschau-KoopG_2011-05-24.pdf" target="_blank">Quelle: Presseschau der Kooperationsgemeinschaft Mamographie vom 24.05.2011 &#8211; weser-kurier.de vom 18.05.2011</a></p>
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		<title>Wer nicht vorsorgt, lebt kürzer</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wer gesund lebt, kann von einer lebensbedrohlichen Erkrankung überrascht werden. Je eher eine Diagnose gestellt wird, umso größer ist die Chance auf Heilung. Untersuchungen zur Früherkennung retten Menschenleben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wer gesund lebt, kann von einer lebensbedrohlichen Erkrankung überrascht werden. Je eher eine Diagnose gestellt wird, umso größer ist die Chance auf Heilung. Untersuchungen zur Früherkennung retten Menschenleben.<br />
Verheiratete nehmen Angebote zur Früherkennung deutlich häufiger an als Singles. Männer sind eher VorsorgemuffelBei einer familiären Häufung bestimmter Krankheiten ist die Vorsorge besonders wichtig</p>
<p>Vorsorgeuntersuchungen verbessern die Gesundheit eines Menschen nicht. Sie können jedoch Krankheiten früh entdecken und damit die Chance auf eine Genesung erhöhen. Damit leisten diese Untersuchungen einen Beitrag zur Steigerung der mittleren Lebenserwartung. Sie bewahren Menschen vor einem vorzeitigen Tod.</p>
<p>Die gängige Bezeichnung Vorsorgeuntersuchung ist in vielen Fällen gleichwohl irreführend. Besser wäre es, von Früherkennung zu sprechen, denn die Vorsorge ist ja eigentlich eine Maßnahme zur Verhinderung von Krankheiten. Vorsorge &#8211; zum Beispiel durch gesunde Ernährung, Sport und ausreichenden Schlaf &#8211; trägt zu einer hohen Lebenserwartung bei. Doch selbst wer nach allen Empfehlungen der Gesundheitsexperten ein gesundes Leben führt, ist keinesfalls davor gefeit, von einer lebensbedrohlichen Krankheit heimgesucht zu werden &#8211; selbst wenn die statistische Wahrscheinlichkeit dafür geringer ist. Auch die junge Sportlerin kann an Brustkrebs erkranken und der nicht rauchende Vegetarier an Darmkrebs.</p>
<p>Der Sinn der Früherkennung von Krebs besteht darin, den Tumor so rechtzeitig zu entdecken, dass Patienten eine große Chance auf Heilung haben. Besonders eindrucksvoll ist der Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen im Fall von Darmkrebs. Dieser Tumor zeichnet sich dadurch aus, dass er lange Zeit keine Symptome verursacht und nach dem Auftreten von Beschwerden oft nicht mehr heilbar ist. Allerdings ist bei kaum einer anderen Tumorart die Chance so hoch zu überleben &#8211; wenn die Erkrankung nur früh genug erkannt wird.</p>
<p>Seit 2002 bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen allen Versicherten ab 55 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie). Professor Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat errechnet, dass durch dieses Früherkennungsprogramm hierzulande fast 100 000 Fälle von Darmkrebs verhütet und weitere knapp 50 000 Fälle in einem heilbaren Stadium entdeckt wurden. Dass sich Darmkrebs durch eine Koloskopie tatsächlich verhüten und nicht nur diagnostizieren lässt, hängt damit zusammen, dass dieser Krebs sich sehr langsam &#8211; über einen Zeitraum von vielen Jahren &#8211; aus Vorstufen, den sogenannten Polypen, entwickelt. Entfernt man diese Polypen sofort bei der Untersuchung, können daraus gar nicht erst Tumoren entstehen. Mit einer Mammografie lässt sich das Entstehen von Brustkrebs zwar nicht verhindern, doch eben frühzeitig erkennen. Die bislang weltweit größte Studie zur Bewertung des Nutzens der Brustkrebsfrüherkennung für Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren haben kürzlich schwedische Wissenschaftler von der Universität Umea veröffentlicht. Sie beobachteten über 16 Jahre hinweg zwei Gruppen von Frauen &#8211; mit und ohne Mammografie-Screening. Ihr Resultat: Das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, war bei den Frauen, die nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gegangen sind, statistisch um 29 Prozent erhöht. Für Frauen in einem Alter zwischen 50 und 69 ist der Nutzen der Mammografie hingegen schon lange bekannt. Schließlich erkrankt in diesem Personenkreis eine von zwölf Frauen an Brustkrebs &#8211; bei einer besonderen genetischen Disposition sogar jede zehnte.</p>
<p>Bei den meisten Tumorerkrankungen gibt es in der Tat eine erbliche Komponente. Man muss jedoch nicht unbedingt sein Erbgut analysieren lassen, um Anhaltspunkte dafür zu bekommen. Eine familiäre Häufung einer bestimmten Krebserkrankung ist bereits ein Hinweis für ein erhöhtes Risiko. In diesen Fällen sollte mit der Früherkennung vorsorglich schon eher begonnen werden.<br />
Von den meisten Vorsorgeuntersuchungen geht selbst kein eigenes Risiko aus. Gerade im Fall von Frauen mit genetisch erhöhtem Brustkrebsrisiko wird jedoch immer wieder darüber diskutiert, ob nicht die zur Untersuchung genutzte Röntgenstrahlung selbst erst einen Tumor induzieren kann. Statistisch gesehen mag der Vorteil des Screenings auch in diesen Fällen überwiegen. Doch das ist im Einzelfall kein Trost für jene Frauen, die möglicherweise erst durch Diagnostik erkranken. Für Risikopatientinnen steht mit der Magnetresonanztomografie (MRT) ein alternatives Verfahren der Bildgebung zur Verfügung, das ohne ionisierende Röntgenstrahlung auskommt. &#8220;Die MRT hat den Vorteil, dass sie das Brustgewebe sehr detailreich und genau darstellt &#8211; es ist das Verfahren mit der höchsten Empfindlichkeit&#8221; sagt Professor Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt des Instituts für Radiologie am Klinikum Frankfurt Höchst.</p>
<p>Ob eine Früherkennung von Prostatakrebs sinnvoll ist oder nicht, wird seit Jahren unter Experten kontrovers diskutiert. Studien legen nahe, dass die Lebenserwartung durch dieses Screening statistisch kaum erhöht wird, denn diese Tumoren verhalten sich oftmals recht gutartig und wachsen nur sehr langsam. Diagnostik und Therapie gehen indes mit Nebenwirkungen einher, die die Lebensqualität verringern können. Eine klare Empfehlung ist hier also schwierig. Männer sollten sich ärztlich beraten lassen und dann ihre persönliche Entscheidung treffen.</p>
<p>Bei Vorsorgediagnostik geht es jedoch keinesfalls nur um Krebs. Auch die regelmäßige Messung des Blutdrucks oder des Blutzuckerwertes kann wichtige Hinweise für Krankheitsrisiken liefern. Sogar bei der Kontrolle der Zähne und des Zahnfleisches geht es um weit mehr als nur ein gesundes Gebiss. Studien haben einen Zusammenhang zwischen Zahn- und Herzerkrankungen nachgewiesen. Wer seine Zähne nicht ausreichend pflegt und deshalb gefährlichen Bakterien eine Heimstatt in der Mundhöhle bereitet, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt, weil die Bakterien aus dem Mund über das Blut auch ins Herz gelangen können. Nicht nur ein EKG liefert Hinweise auf den Zustand des Herzens &#8211; manchmal auch schon der Blick in den Mund.</p>
<p>Bei der Bereitschaft, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen, gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während hier das weibliche Geschlecht deutlich mehr Gesundheitsbewusstsein zeigt, sind Männer eher die Vorsorgemuffel. So sagt denn auch Christa Maar, Vorstand der für die Darmkrebsvorsorge seit Jahren intensiv werbenden Felix-Burda-Stiftung: &#8220;Es gibt eine Gruppe, die uns ganz besonders am Herzen liegt &#8211; und das sind die Männer. Die erkranken nämlich sehr viel häufiger an Darmkrebs als Frauen, und gleichzeitig gehen sie sehr viel weniger zur Vorsorge. Wir suchen daher immer nach Wegen, die Männer auf das Thema aufmerksam zu machen.&#8221;<br />
Das können prominente andere Männer sein oder auch die eigene Partnerin.</p>
<p>Tatsächlich gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Verheirateten und Singles bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen. Während etwa nur 16 Prozent der Alleinstehenden zum Check-up-35 gehen, der von allen Krankenkassen ab dem 36. Lebensjahr angeboten wird, sind es bei den Eheleuten 50 Prozent. Und am Mammografie-Screening nehmen 57 Prozent der verheirateten Frauen teil, hingegen nur 20 Prozent der weiblichen Singles. Dieser Unterschied hängt auch damit zusammen, dass Eheleute ihren Partner erinnern können, zu einer Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Davon profitieren besonders die Männer. Statistiken zeigen, dass verheiratete Männer eine höhere Lebenserwartung als unverheiratete haben &#8211; wenngleich dabei wohl auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen.</p>
<p>Neben der Früherkennung von Krankheiten und Gesundheitsrisiken gibt es zahlreiche Maßnahmen, die direkt der Vorsorge dienen. Das können simple mechanische Dinge sein, wie ein Kondom oder ein Mückennetz, die vor Aids beziehungsweise Malaria schützen. Eine sehr wichtige und oft unterschätzte Vorsorgemaßnahme ist indes eine ausreichende Hygiene. Das regelmäßige Waschen der Hände und das Vermeiden unnötiger Kontakte mit Flächen, die mit Viren oder Bakterien belastet sein können, verringert das Risiko für manche Erkrankungen, wie etwa eine Grippe, deutlich.</p>
<p>Viele Krankheiten haben mittlerweile ihren Schrecken verloren, weil man sich vor ihnen mit einer Impfung schützen kann. Die vom Berliner Robert-Koch-Institut empfohlenen Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Besonders vor Reisen in exotische Länder ist es wichtig, auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten.</p>
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                    </div>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/Presseschau-KoopG_2011-05-17.pdf" target="_blank">Quelle: Presseschau der Kooperationsgemeinschaft Mamographie vom 17.05.2011 &#8211; Norbert Lossau, DIE WELT vom 11.05.2011</a></p>
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		<title>Früherkennung bei Brustkrebs</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Privatversicherte sollten ihren Anspruch auf Untersuchung wahrnehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Privatversicherte sollten ihren Anspruch auf Untersuchung wahrnehmen</strong></p>
<p>Jährlich erkranken in Deutschland etwa 57.000 Frauen an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – etwa 17.500 sterben jährlich daran. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung.</p>
<p>Das bundesweite Brustkrebs-Screening-Programm bietet mit einem zentralen Einladungsverfahren Frauen von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung der Brust mittels Mammografie. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Grundlage des Screening-Programms ist die Früherkennungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Damit erfüllt das Programm die Bedingungen einer gesetzlich eingeführten Vorsorgeuntersuchung im Sinne der Bedingungen der privaten Krankenversicherung, so dass die Kosten erstattet werden, soweit nicht vereinbarte Selbstbehalte dagegen stehen oder Beitragsrückerstattung angestrebt wird. Entsprechend beteiligt sich der Verband der privaten Krankenversicherung auch an der Finanzierung der Organisationskosten.</p>
<p>Im Jahr 2010 wurden zwei Untersuchungen publiziert, wonach möglicherweise privatversicherte Frauen das gesetzliche Mammografie-Screening weniger in Anspruch nehmen als gesetzlich versicherte. Bei der vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützten Befragungsstudie der „Women’s Health Coalition“ und der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ lag im Jahr 2007 der Anteil privatversicherter Frauen unter den Teilnehmerinnen am Mammografie-Screening in den 10 untersuchten Bundesländern bei 8,6 Prozent. Unter den Nicht-Teilnehmerinnen schienen Privatversicherte überrepräsentiert zu sein. In der  Befragungsstudie des Institutes für Krebsepidemiologie (Lübeck) waren im Jahr 2010 in Schleswig-Holstein 15 Prozent der Frauen, die die Teilnahme am Screening ablehnten, nach eigenen Angaben privat krankenversichert. Zwar haben diese Studien das methodische Problem, dass sie die regionalen Anteile der privat versicherten Frauen nicht exakt berücksichtigen konnten. Dennoch könnten sie darauf hinweisen, dass etwa 10 Prozent mehr privat als gesetzlich versicherte Frauen der Einladung zur Screening-Untersuchung nicht folgen. Tatsächlich könnte die Teilnahmerate privatversicherter Frauen unterdurchschnittlich sein, weil sich die Frauen im gesetzlichen Einladungs- und Screening-Verfahren zwangsläufig nicht als privatversichert erleben können und weil sie nicht vom Arzt ihres angestammten Vertrauens untersucht werden, sondern eben von der anonymen Screening-Einheit. Der Skepsis können die Ärzte des Vertrauens &#8211; aus welchen Motiven auch immer &#8211; Vorschub leisten. Damit aber würden den Frauen ohne Not Vorteile entgehen.</p>
<p>Einzigartig für das gesetzliche Mammografie-Screening sind die hohen Qualitätsstandards entsprechend den Europäischen Leitlinien. Deshalb findet die Mammografie-Untersuchung innerhalb des Programms in zertifizierten Zentren statt. Diese sogenannten Screening-Einheiten sind auf die Mammografie spezialisiert und haben eine besondere Zulassung dafür. Regelmäßig wird die Qualität der Zentren von unabhängigen Prüfern kontrolliert.</p>
<p>Die Mammografie wird von dafür geschulten Fachkräften an streng kontrollierten, modernen Geräten durchgeführt, die täglich überprüft werden. Jede Mammografie-Aufnahme wird durch mindestens zwei geschulte Fachärztinnen oder Fachärzte unabhängig voneinander begutachtet. Diese müssen als Nachweis ihrer Qualifikation u. a. jährlich Bilder von wenigstens 5.000 Frauen auswerten.</p>
<p>§ 23 der Röntgenverordnung setzt für den Einsatz von Röntgenstrahlen in der Medizin eine rechtfertigende Indikation voraus. „Die rechtfertigende Indikation erfordert die Feststellung, dass der gesundheitliche Nutzen der Anwendung am Menschen gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt.“ Es liegt im Wesen einer solchen Vorsorgeuntersuchung, dass für die überwiegende Mehrheit der Frauen ein individueller gesundheitlicher Nutzen fehlt.</p>
<p>Die mit der Screening-Mammografie verbundene Strahlenexposition ist nur unter den besonderen qualitativen Bedingungen des Screening-Programms vertretbar. Der Arzt, der eine Screening-Mammografie außerhalb des Programms durchführt, kann die Qualitätsanforderungen des Programms nicht erfüllen. Folglich fehlt solchem „grauen Screening“ die rechtfertigende Indikation. Ergibt die Screening-Mammografie einen verdächtigen Befund, so werden die Ergebnisse der Untersuchung und das weitere Vorgehen von den beteiligten Ärztinnen und Ärzten gemeinsam in Konferenzen besprochen. Alle weiteren nötigen Untersuchungen werden innerhalb des Mammografie-Screening-Programms qualitätsgesichert durchgeführt.</p>
<p>Zu den dann eingesetzten Untersuchungsverfahren gehören u.a. die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) und die Kernspin- oder Magnetresonanztomografie. Die Sonografie wird trotz ihres Vorteils fehlender Strahlenbelastung nicht als Screening-Verfahren eingesetzt, weil sie weniger frühe bösartige Brusttumoren entdeckt und andererseits zu mehr unnötigen Gewebeentnahmen führt, also eine geringere Sensitivität und geringere Spezifität aufweist. Bei der Abklärung verdächtiger Knoten in dichtem, jungem Brustgewebe bietet sie jedoch eine wertvolle Ergänzung. Auch die Magnetresonanztomografie hat den Vorteil fehlender Strahlenbelastung, aber um den Preis geringerer Spezifität, weshalb auch sie ergänzend eingesetzt wird. Umfangreiche Informationen zum Mammografie-Screening-Programm gibt es im Internet.</p>
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<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/Presseschau-KoopG_2011-05-17.pdf" target="_blank">Quelle: Presseschau der Kooperationsgemeinschaft Mamographie vom 17.05.2011 &#8211; PKVpublik Mai 2011</a></p>
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		<title>Familiäres Mamma- und Ovarialkarzinom:Neue Gene, neue Therapien, neue Konzepte</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Statistiken und aktuelle Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau in Deutschland und Eierstockkrebs der gynäkologische Tumor mit der höchsten Mortalitätsrate. Eine erbliche Krebsbelastung kann bereits vorliegen, wenn zwei oder mehr oder nur eine einzige junge Frau in der Familie erkrankt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau in Deutschland und Eierstockkrebs der gynäkologische Tumor mit der höchsten Mortalitätsrate (e1). Eine erbliche Krebsbelastung kann bereits vorliegen, wenn zwei oder mehr oder nur eine einzige junge Frau in der Familie erkrankt sind (Tabelle 1 gif ppt). Aktuelle Arbeiten haben gezeigt, dass ein monogener oder polygener Erbgang zugrunde liegen kann, bei dem Gene der DNA-Doppelstrangreparatur mutiert sind (1). Die Therapieverfahren bei sporadischen oder hereditären Mamma- und Ovarialkarzinomen unterschieden sich bisher nicht, allerdings gibt es Hinweise auf die Effizienz einer zielgerichteten Therapie bei Frauen mit BRCA1/2- assoziierten Tumoren (2, 3). Retrospektive Studien belegen eine erhöhte Sensitivität der BRCA-assoziierten Tumoren gegenüber Platinderivaten (4), und erste klinische Studien zeigen bei Mutationsträgerinnen mit fortgeschrittenen Mamma- und Ovarialkarzinomen eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit für PARP(Poly ADPribose-Polymerase)-Inhibitoren (5, 6). Da diese Substanzgruppe insbesondere bei Tumorzellen von Mutationsträgern wirksam ist, bietet sich hier auch ein möglicher Ansatz zur Chemoprävention. Das multimodale Früherkennungsprogramm ermöglicht bei BRCA1/2-Mutationsträgerinnen eine Brustkrebsdiagnose im Frühstadium (e2, 7). Die Auswahl der optimalen Untersuchungsmethoden und -intervalle sowie deren möglicher Einfluss auf die Mortalität sind Gegenstand aktueller Studien. Effiziente Screeninguntersuchungen für die Früherkennung des Ovarialkarzinoms existieren bisher nicht (e3). Jedoch konnte der Nutzen risikoreduzierender, prophylaktischer Operationen bei Mutationsträgerinnen bestätigt werden (8). Das Deutsche Konsortium für Familiären Brust- und Eierstockkrebs ist deutschlandweit in 12 universitären Zentren organisiert (http://www.krebsgesellschaft.de/onkoscout_zentren_familie_brustkrebs,85319.html oder http://www.krebshilfe.de/brustkrebszentren.html) (eKasten 1 gif ppt). Es bemüht sich in einem multidisziplinären Ansatz um eine strukturierte und validierte Durchführung der genetischen Diagnostik sowie der daraus resultierenden gynäkoonkologischen diagnostischen und therapeutischen Interventionen. Dies wird nicht zuletzt durch die zentrale Erfassung anamnestischer Einschlusskriterien für genetische Testung (eKasten 2 gif ppt), genetischer, histologischer, klinischer und Follow-up-Daten in der Zentralen Datenbank des Konsortiums an der Universität Leipzig (Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie; IMISE) ermöglicht.</p>
<p><strong>Genetische Diagnostik<br />
Monogener Erbgang von BRCA1- und BRCA2-Mutationen</strong></p>
<p>Dem familiären Mamma- und Ovarialkarzinom liegt ein autosomal-dominanter Erbgang mit unvollständiger Penetranz zugrunde. Populations-basierte Studien schätzen die Penetranz für das Mammakarzinom auf 45 bis 65 % (e4, e5). In familienbasierten Untersuchungen mit einer Auswahl von Familien mit vielen Erkrankungsfällen liegen diese Zahlen aber höher (9). Dies deutet auf den Einfluss von modifizierenden Faktoren und Lebensstil hin. Manchmal manifestiert sich ein genetischer Defekt ohne belastete Familienanamnese. Dies ist auf die geringe Penetranz bei männlichen BRCA1/2-Mutationsträgern (circa 5 % für Brustkrebs) zurückzuführen (Gender-Effekt).</p>
<p>Die beiden am häufigsten veränderten Gene bei familiärem Mamma- und Ovarialkarzinom sind die Tumorsuppressorgene BRCA1 und BRCA2 (Grafik 1 gif ppt). Sie sind bei circa 25 % der familiären und 5 % aller Mammakarzinome mutiert. Es sind Schlüsselgene in der DNA-Doppelstrangreparatur, die als mutierte Allele über einen monogenen Erbgang an 50 % der Nachkommen vererbt werden. Die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen ist von bestimmten familiären Konstellationen wie zum Beispiel Erkrankungshäufigkeit, Alter bei Ersterkrankung oder den betroffenen Organen (Brust, Eierstock) abhängig (Tabelle 1). Innerhalb des Deutschen Konsortiums gilt gegenwärtig als Einschlusskriterium für eine Gentestung eine empirische Mutationsnachweiswahrscheinlichkeit von 10 % (größter Wert Konfidenzintervall). Dieser Wert könnte sich durch neue und kostengünstige Nachweisverfahren wie zum Beispiel massively parallel sequencing (1) und die zunehmende Therapierelevanz bei Mutationsnachweis verändern und sollte in einem transparenten, nachvollziehbaren und normengeberischen Entscheidungsprozess festgelegt werden (3, e6).</p>
<p>Im Rahmen der prädiktiven BRCA-Diagnostik, also der Mutationsanalyse bei gesunden Ratsuchenden aus Familien mit nachgewiesener pathogener BRCA1- oder BRCA2-Mutation, kann statistisch gesehen bei 50 % der Ratsuchenden die Mutation ausgeschlossen und sie somit entlastet werden. Wird die Mutation hingegen nachgewiesen, können verschiedene präventive Maßnahmen wie die Teilnahme am multimodalen Früherkennungsprogramm oder prophylaktische Operationen angeboten werden. Wird in der Familie keine Mutation bei einer Betroffenen nachgewiesen, so ist keine prädiktive Testung möglich (nicht-informativer Gentest). In diesen Fällen wird das statistische Risiko der Ratsuchenden mit Hilfe der Familienanamnese ermittelt. Ein hohes bis moderates Risiko liegt vor bei einem verbleibenden Lebensrisiko von mindestens 30 % an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken oder einem Risiko für das Vorliegen einer noch unbekannten Mutation von mindestens 20 %, berechnet nach einem validierten Risikokalkulationsmodell (Cyrillic 2.1, www.cyrillicsoftware.com/). Auch diesen Frauen wird eine Teilnahme am Früherkennungsprogramm empfohlen.</p>
<p><strong>Monogene Erbgänge bei Mutationen des RAD51C-Gens und noch unbekannten, hochpenetranten Genen</strong></p>
<p>Im Sommer 2010 gelang die Identifikation des dritten hochpenetranten Gens für Brust- und Eierstockkrebs (10). Das identifizierte Gen, RAD51C, ist in circa 1,5 bis 4 % aller Brust- und Eierstockkrebsfamilien mit hoch- oder moderat penetranter Wirkung verändert. Es spielt als Tumorsuppressorgen wie BRCA1 und BRCA2 eine zentrale Rolle bei der DNA-Doppelstrangreparatur (Grafik 2 gif ppt). Diese wichtige zelluläre Funktion spiegelt sich auch in der hohen evolutionären Konservierung wieder (10). Vorläufige Untersuchungen in anderen Populationen bestätigen RAD51C als prädisponierendes Gen (Trinidad Caldes, Hospital Clinico San Carlos, Madrid, Spanien: persönliche Mitteilung). Da es aber selten mutiert ist und noch keine ausreichenden Penetranzdaten vorliegen, soll es vorläufig nicht in der Routinediagnostik angeboten werden. Die Zentren des Deutschen Konsortiums bieten aber entsprechenden Familien die Analyse im Rahmen einer prospektiven klinischen Validierungsstudie an.</p>
<p><strong>Moderat- und niedrig-penetrante Genvarianten</strong></p>
<p>Auch wenn ein relevanter Anteil BRCA1/2-negativer Risikofamilien vermutlich Mutationen in noch unbekannten hochpenetranten Genen tragen, ist wahrscheinlich die kombinierte Wirkung moderat- und niedrig-penetranter Genvarianten für den größeren Teil der Karzinome verantwortlich (11, e7). Möglicherweise gilt dies für 50 % aller familiären beziehungsweise 20 % aller Mammakarzinomfälle (Tabelle 2 gif ppt). Als moderate Risikogene wurden zum Beispiel ATM, CHEK2, BRIP1 und PALB2 mit niedriger Heterozygotenfrequenz identifiziert (11, e7). Wie die oben beschriebenen Hochrisikogene, spielen auch diese eine Rolle in der DNA-Doppelstrangreparatur. Erste Daten aus der Allgemeinbevölkerung wiesen darauf hin, dass Mutationen im CHEK2-Gen zu einem zwei- bis dreifachen (e8), bei Vorliegen einer familiären Belastung zu einem vier- bis fünffachen Brustkrebsrisiko ansteigen (12). Dies untermauert die Hypothese, dass die Penetranz von CHEK2-Mutationen in Risikofamilien durch weitere genetische Alterationen und/oder Umweltfaktoren im Sinne eines multifaktoriellen Erbgangs modifiziert wird. In der deutschen Population ist CHEK2 in circa 4 % aller familiären Brustkrebsfälle mutiert; die Hälfte davon ist durch eine bestimmte Gründermutation bedingt (e9). Es wurde auch die Mutationsfrequenz von PALB2, einem weiteren DNA-Reparaturgen, in Mammakarzinomfamilien bestimmt. Die Mutationsprävalenz liegt in der deutschen wie in der englischen Population (e10) bei circa 1 % (Hellebrand et al., Hum Mut, im Druck). Auch die noch zu identifizierenden moderat-penetranten Gene sind<br />
also nur selten verändert.</p>
<p>Basierend auf der Hypothese eines multifaktoriellen Erbgangs, der die synergistische Wirkung mehrerer Niedrigrisikovarianten mit moderaten Genmutationen sowie Umweltfaktoren einschließt, wurden genomweite Assoziationsanalysen zur Identifikation neuer Risikogenorte durchgeführt (13, e11). Mehrere Niedrigrisikovarianten mit Lokalisation innerhalb der Introne, also der nicht proteinkodierenden DNA-Abschnitte beziehungsweise regulatorischer Bereiche, wurden in folgenden Genen identifiziert: FGFR2, TNRC9, MAP3K1, LSP1, (2q35, 6q22.33, 8q24) (11, 13). Die Risiken für diese Varianten sind mit relativen Risiken (RR) von circa 1,1 bis 1,3 sehr gering, die Heterozygotenfrequenzen sind jedoch hoch. So tragen zum Beispiel rund 40 % der Bevölkerung ein FGFR2-Risikoallel, welches ein relatives Erkrankungsrisiko von lediglich 1,2 verursacht. Auch für die Niedrigrisikovarianten im FGFR2-, TOX3- und LSP1-Gen konnte gezeigt werden, dass ihr Effekt in Risikofamilien größer ist als bei sporadischen Fällen. Dies weist auf eine Anreicherung von weiteren Risikofaktoren in den Risikofamilien im Sinne eines multifaktoriellen Erbgangs hin (e12, e13). Der klinische Nutzen des Nachweises solcher Risikovarianten ist ohne Kenntnis weiterer modifizierender und interagierender Faktoren allerdings gering. Daher ist eine Testung derzeit nicht indiziert. </p>
<p><strong>Modulation der Erkrankungsrisiken bei BRCA1/2-Mutationsträgerinnen</strong></p>
<p>Allerdings können solche Niedrigrisikovarianten auch den Erkrankungsbeginn für Brust- oder Eierstockskrebs bei BRCA1- und BRCA2-Mutationsträgerinnen beeinflussen. Das reale Erkrankungsalter einer BRCA2-Mutationsträgerin wird zum Beispiel von der Niedrigrisikovariante im FGFR2-Gen beeinflusst (14), und das Erkrankungsrisiko von BRCA1-Mutationsträgerinnen von einer Niedrigrisikovariante im MERIT40-Gen mitbestimmt (e14). Außerdem wurde von dieser Gruppe auch der erste Modifier, der das Erkrankungsrisiko für Ovarialkarzinome bei BRCA1- und BRCA2-Mutationsträgerinnen moduliert, beschrieben (e15). Auch hier gilt, dass weitere Untersuchungen auf synergistische Effekte mit klinisch relevanter Risikoerhöhung abgewartet werden müssen.</p>
<p><strong>Klinische Betreuung<br />
Klinische Charakteristika BRCA1/2-assoziierter Mammakarzinome</strong></p>
<p>Das Ersterkrankungsalter von Mutationsträgerinnen liegt rund 20 Jahre vor dem von Frauen mit sporadischem Mammakarzinom mit einer Spannbreite von der 2. bis zur 8. Lebensdekade. BRCA1-assoziierte Mammakarzinome sind den sporadischen, tripel-negativen Karzinomen ähnlich (e16). Die Tumoren proliferieren aggressiv, metastasieren überwiegend in den ersten drei Jahren nach der Diagnose und zeigen eine schwache Korrelation von Tumorgröße, Lymphknotenstatus und Überleben (e17). Die 10-Jahres-Überlebensraten von BRCA1- und BRCA2-Mutationsträgerinnen sind den Frauen mit sporadischem<br />
Mammakarzinom allerdings ähnlich (e18).</p>
<p><strong>Morphologische Charakteristika BRCA1/2-assoziierter Mammakarzinome</strong></p>
<p>BRCA1-assoziierte Mammakarzinome lassen sich durch morphologische, immunhistochemische und molekularge netische Charakteristika eindeutig von Karzinomen der BRCA2-Mutationsträgerinnen und altersadaptierten Kontrollen ohne erbliches Risiko unterscheiden (15, e19, e20). Für BRCA2- und Nicht-BRCA1/2-Mammakarzinome ist eine so eindeutige Differenzierung nicht möglich (15).</p>
<p><strong>Hohes Zweitkarzinomrisiko</strong></p>
<p>Das Risiko für ein kontralaterales Mammakarzinom hängt vom Ersterkrankungsalter und dem betroffenen BRCA-Gen ab. Anhand von 2 020 Patientinnen aus Familien mit BRCA1/2-Mutationen konnte das Deutsche Konsortium zeigen, dass das kumulative Erkrankungsrisiko für die gesunde Brust 47,4 % (95-%-KI: 38,8 % bis 56,0 %) beträgt (16). Frauen aus BRCA1-positiven Familien haben ein 1,6-fach höheres Risiko für ein kontralaterales Mammakarzinom als Frauen aus BRCA2-positiven Familien und ebenso geht ein frühes Ersterkrankungsalter mit einem höheren Zweiterkran-kungsrisiko einher (16). Mutationsträgerinnen haben kein erhöhtes Risiko für ein ipsilaterales Rezidiv nach brusterhaltender Operation und adjuvanter Radiatio (e21). Limitierte Daten an knapp 400 Patientinnen aus BRCA1/2-negativen Hochrisikofamilien konnten kein nennenswert erhöhtes Risiko für ein kontralaterales Mammakarzinom im Vergleich zu Patientinnen mit sporadischem Mammakarzinom nachweisen (e22). Deshalb findet derzeit eine umfassende Auswertung der Daten des Deutschen Konsortiums statt, um die klinisch relevante Frage nach der Indikation für eine kontralaterale Brustdrüsenentfernung bei BRCA1/2-negativen Risikopatientinnen endgültig zu klären.</p>
<p><strong>Prophylaktische Operationen</strong></p>
<p>Als Risiko-reduzierende Operationsverfahren stehen die prophylaktische beidseitige Mastektomie (PBM), die prophylaktische kontralaterale Mastektomie (PCM) und die prophylaktische beidseitige Salpingo-Oophorektomie (PBSO) für Mutationsträgerinnen zur Verfügung (Tabelle 3 gif ppt). Die PBM senkt das Risiko für eine Brustkrebserkrankung um über 95 % und in der Folge die Brustkrebs-spezifische Letalität um 90 % (17, e23, e24). Eine PBM sollte nicht vor dem 25. Lebensjahr durchgeführt werden (e6). Wie oben dargelegt, ist vor einer PCM eine Risikokalkulation erforderlich, die das betroffene Gen, das<br />
Ersterkrankungsalter und die Prognose nach Ersterkrankung einbezieht (16). Bei der präoperativen Beratung sollte die hetero- oder autologe Sofortrekonstruktion unbedingt diskutiert werden. Die PBSO reduziert das Ovarialkarzinomrisiko um 97 %. Zusätzlich wird durch die PBSO das Brustkrebsrisiko um 50 % (18) und das Risiko für ein kontralaterales Zweitkarzinom um 30 bis 50 % gesenkt (e21). Darüber hinaus konnte für die PBSO eine 75%-ige Reduktion der Gesamtmortalität gezeigt werden (8, e24). Empfohlen wird die PBSO per laparoscopiam um das 40. Lebensjahr sowie nach abgeschlossener Familienplanung (e6). Eine Hormonersatztherapie ist bis zum Alter von circa 50 Jahren indiziert.</p>
<p><strong>Risiken für assoziierte Karzinome</strong></p>
<p>Studien gaben Hinweise darauf, dass Keimbahnmutationen in den BRCAGenen neben einem erhöhten Brust- und Eierstockkrebsrisiko auch ein allgemein erhöhtes Krebsrisiko verursachen (19, e25).<br />
Das Prostatakarzinomrisiko ist bei BRCA2-Mutationsträgern unter 65 Jahren bis zu siebenfach, bei BRCA1-Mutationsträgern bis zu zweifach erhöht (19, e26). Eine erste Auswertung der internationalen Prostata-Screening Studie IMPACT (Identification of Men With a Genetic Predisposition to Prostate Cancer) liegt vor. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde BRCA1/2-Mutationsträgern von 40 bis 69 Jahren jährlich eine PSA-Bestimmung sowie bei einem PSA-Wert > 3ng/mL eine Prostatabiopsie angeboten. Die Studie belegt den hohen positiven prädiktiven Wert (47,6 %) des PSA-Screenings und die signifikant erhöhte Detektionsrate von Prostatakarzinomen bei Mutationsträgern im Vergleich zu Männern ohne Mutation (20).</p>
<p>Die Studien zu BRCA-assoziierten Kolonkarzinomen sind methodisch und bezüglich der untersuchten Kollektive extrem heterogen. Bei Erkrankten aus BRCA-Mutationsträgerfamilien, zum Teil ohne Kenntnis des Mutationsstatus, wurde eine Risikoerhöhung von 2,5 bis 4 (95-%-KI 1,026,3 beziehungsweise 2,367,15) beschrieben (e27). Auf dem Boden dieser begrenzten Datenlage sind spezielle Früherkennungsmaßnahmen bisher nicht indiziert.</p>
<p>Rund 10 % der Pankreaskarzinome gelten als familiär bedingt (e28). Eine Studie des BCLC (Breast Cancer Linkage Consortium) ergab ein relatives Risiko (RR) von 2,26 für BRCA1- und von 3,55 für BRCA2-Mutationsträgerinnen (19). Deutlich erhöhte Risiken könnten auch für Mutationen in den Genen CHEK2 und PALB2 gelten, welche wie BRCA2 in Pankreaskarzinomfamilien verändert sein können (e29, e30). Erste Studien zeigen ein gutes Ansprechen von BRCA2-defizienten Pankreaskarzinomzellen auf PARP-Inhibitoren (e31) und einen Synergismus von Gemcitabin und PARP-Inhibitoren gegen BRCA2-assoziierte Pankreaskarzinome im Tiermodell (21).</p>
<p>Bei Vorliegen einer BRCA1/2-Mutation wird vor allem deswegen zur Salpingo-Oophorektomie geraten, da sich die Erkrankungsrisiken nicht nur auf den Eierstock, sondern gleichermaßen auf die Eileiter beziehen (e32).</p>
<p><strong>Das strukturierte Früherkennungsprogramm</strong></p>
<p>Aufgrund des jungen Erkrankungsalters müssen Früherkennungsmaßnahmen vor dem Beginn des für die weibliche Allgemeinbevölkerung empfohlenen Mammographiescreenings (ab dem 50. Lebensjahr) starten. Zudem wird der erhöhten Dichte des Drüsengewebes junger Frauen aus Risikofamilien, der spezifischen Tumormorphologie sowie der hohen Tumorproliferationsrate im Risikokollektiv in Auswahl von Untersuchungsmethoden und -intervallen im multimodalen Früherkennungsprogramm in den Konsortiumszentren Rechnung getragen (e33) (Kasten gif ppt). Die multimodale Früherkennung sollte die Kernspintomographie der Brust als sensitivste Untersuchungsmethode jährlich zwischen dem 25. und 55. Lebensjahr enthalten (22, 23, e34, e35). Die Kenntnis der speziellen, benignen Tumormorphologie in den bildgebenden Verfahren (e36) kann die Sensitivität insbesondere der jährlichen  Mammographie ab dem 30. Lebensjahr und des halbjährlichen Brustultraschalls erhöhen (e37). Die Untersuchung des Einflusses der Früherkennung auf die Mortalität und die Lebensqualität sind Gegenstand aktueller Studien.</p>
<p><strong>Platinsensibilität BRCA-assoziierterKarzinome</strong></p>
<p>Mehrere präklinische Studien weisen auf eine Resistenz BRCA-inkompetenter Zellen auf Spindelgifte, wie Vincaalkaloide und Taxane hin (24, e38) und eine erhöhte Sensitivität BRCAassoziierter Karzinome auf DNA-interkalierende Substanzen wie Platinderivate hin (4). Die Beobachtung geringer Remissionsraten bildet die Grundlage für eine derzeit in England rekrutierende prospektiv-randomisierte Studie, bei der die Wirksamkeit von Carboplatin versus Docetaxel in der First- oder Second-line Therapie des metastasierten Mammakarzinoms bei BRCA1- oder BRCA2-Mutationsträgerinnen überprüft wird (homepage BRCA-trial UK, http://www.breakthroughresearch.org.uk/clinical_ trials/the_brca_trial.html).</p>
<p><strong>PARP-Inhibitoren und BRCA-Tumoren</strong></p>
<p>Die Forschung an BRCA-defizienten Zelllinien brachte die bisher eher unbekannte Substanzklasse der PARP-Inhibitoren (PARPi) (Grafik 3 gif ppt) in die klinische Anwendung (2, e39). Der proof of principle für diese bei in-vitro-Versuchen generierte Theorie konnte mit zwei ähnlich konzipierten Phase-II-Studien bereits geführt werden (3, 5, 6). Mit einer Ansprechrate von circa 40 % über durchschnittlich sechs Monate konnte für mehrfach vorbehandelte Mamma- und Ovarialkarzinompatientinnen mit einer pathogenen BRCA-Mutation die Wirksamkeit einer Monotherapie mit dem PARPi AZD2281 belegt werden. Damit sind PARPi die viel versprechendsten zielgerichteten Substanzen seit der Einführung von Trastuzumab für das Her2neu-überexprimierende Mammakarzinom. Eine weitere internationale Phase-II-Studie mit dem PARPi AZD2281 ist seit Oktober 2010 geöffnet (Leitung Prof. Schmutzler, Zentrum Köln). Die molekulargenetische Analyse der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 ist bislang der beste prädiktive Parameter für das Therapieansprechen auf PARPi (25).</p>
<p><strong>Interessenkonflikt</strong></p>
<p>PD Rhiem erhielt Honorare für Advisory Board Ovarian Cancer und Astra Zeneca.<br />
Dr. Kast erhielt Kostenerstattung und Vortragshonorare von Roche Pharma, Essex Pharma, Sanofi Aventis, GlaxoSmithKline, Amgen und Novartis.<br />
Dr. Ditsch erhielt Kostenerstattung von Sanofi-Aventis.<br />
Prof. Dr. Meindl erhielt Honorare für Advisory Board Ovarian Cancer und Astra Zeneca.<br />
Prof. Dr. Schmutzler hatte Beratertätigkeit für die Firma Astra Zeneca, erhielt Teilnahmegebührenerstattung für ASCO-Kongress von Astra Zeneca, Roche, Sanofi Aventis, Glaxo, erhielt Vortragshonorare von Astra Zeneca, Sanofi Aventis und Roche, erhielt Honorare für klinische Auftragsstudien von Astra Zeneca, Sanofi Aventis, Siemens Medical Solutions, Amgen und erhielt Gelder für Forschungsvorhaben von Siemens Medical Solutions.</p>
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<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/2011-05-13_Deutsches-Aerzteblatt_Familiaeres-Mammakarzinom.pdf" target="_blank">Deutsches Ärzteblatt vom 13.05.2011 (Autoren: Meindl, Alfons/ Ditsch, Nina/ Kast, Karin/ Rhiem, Kerstin/ Schmutzler, Rita K.)</a></p>
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		<title>Brustkrebs früher erkennen</title>
		<link>http://www.mammascreening-bonn-rhein-sieg-euskirchen.de/archives/744</link>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den detaillierten Aufnahmen der Magnetresonanztomograpghie (MRT) kann Brustkrebs früher erkannt werden als bisher. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kongress internationaler Experten beschäftigt sich mit neuen Untersuchungsformen</strong></p>
<p>Mit den detaillierten Aufnahmen der Magnetresonanztomograpghie (MRT) kann Brustkrebs früher erkannt werden als bisher. Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt des Instituts für Radiologie am Klinikum Höchst, weist aber darauf hin, dass die Ergebnisse des äußerst empfindlichen Diagnoseverfahrens &#8220;ein höheres Maß an Frauen erschrecken&#8221; könne. Denn nicht bei allen Auffälligkeiten im Brustgewebe, die man auf den Aufnahmen des MRT sehen könne, müsse es sich um Krebs handeln.</p>
<p>Um den Einsatz der Magnetresonanztomographie zur Diagnose von Brustkrebs zu vereinheitlichen, hat er Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für Samstag nach Frankfurt eingeladen. 480 Spezialisten der Radiologie, der Gynäkologie und der Pathologie haben nach seinen Angaben ihr Kommen angekündigt. Es sei wichtig, einen Weg zu finden, bewährte Diagnoseverfahren wie den Ultraschall oder die Röntgen-Mammografie mit den Erkenntnissen des MRTs zu verbinden, erklärt Volker Möbus, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Höchst. Er arbeitet im Brustzentrum des Klinikums eng mit Müller-Schimpfle zusammen. Beide Ärzte sind der Meinung, dass die bestmögliche Behandlung der Patientinnen nur gewährleistet werden kann, wenn die Erkenntnisse aus radiologischen Untersuchungen von den behandelnden Gynäkologen richtig interpretiert würden. Die Bilder der MRT böten sich besonders für die regelmäßige Diagnose bei sogenannten Hochrisikopatientinnen an &#8211; Frauen, deren Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, aufgrund familiärer Vorbelastung und Gendefekten deutlich erhöht ist. Da bei der Aufnahme durch das MRT die Bilder in einem Magnetfeld erzeugt werden, wird die Patientin nicht durch Strahlung belastet.</p>
<p>Ärzte raten allen Frauen vom 50. Lebensjahr an zu einer jährlichen Untersuchung der Brust. Die MRT soll die bestehenden Diagnoseverfahren erweitern; die Röntgen-Mammographie und der Ultraschall müssten aber weiterhin fester Bestandteil der Untersuchungen der Mammadiagnostik bleiben, bekräftigt Müller-Schimpfle.</p>
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<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/Presseschau-KoopG_2011-05-10.pdf" target="_blank">Quelle: Presseschau der Kooperationsgemeinschaft Mamographie vom 10.05.2011 &#8211; F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung vom 04.05.2011</a></p>
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		<title>Das Mammobil ist eine Bereicherung</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mtehrani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Fachärztin Janine Riemenschneider über das Krebsvorsorge-Screening, das gerade in Rheinbach Station macht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fachärztin Janine Riemenschneider über das Krebsvorsorge-Screening, das gerade in Rheinbach Station macht</strong></p>
<p>RHEINBACH. Seit Februar 2008 rollt das Mammobil zur Früherkennung von Brustkrebs durch den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Euskirchen. Erstmals macht es auch Halt in Rheinbach &#8211; und der Zuspruch ist groß. Über die Bedeutung des Mammographie-Screenings sprach die Ärztin Janine Riemenschneider mit Inga Thulfaut.</p>
<p><em><strong>Was genau ist die Mammographie-Screening-Einheit Bonn/ Rhein-Sieg/Euskirchen, an welche Zielgruppe wendet sie sich?</strong></em></p>
<p>Janine Riemenschneider: Wir sind eines von bundesweit 94 Screening-Zentren, die sich nach dem Bundestagsbeschluss von 2002 zur Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screenings formiert haben. Es handelt sich um eine Röntgen-Reihenuntersuchung der Brust, zu der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre von einer sogenannten Zentralen Stelle eingeladen werden. Die Kosten trägt die Krankenkasse. Eine Praxisgebühr fällt nicht an.</p>
<p><em><strong>Bevorzugen die Frauen für die Untersuchung den festen Standort Bonn oder das Mammobil?</strong></em></p>
<p>Riemenschneider: Das Mammobil stellt eine große Bereicherung dar: In Rheinbach zum Beispiel nutzen gerade rund 80 Prozent der Eingeladenen den Service vor Ort, während sie unseren Einladungen nach Bonn früher weit seltener gefolgt sind. Insofern liegen wir mit der ständigen Ausweitung der Route eindeutig richtig, auch wenn es manchmal Orte gibt, die sich solch modernen Möglichkeiten verschließen. Mancherorts erreichen wir dann trotz intensiver Aufklärung nur 20 Prozent.</p>
<p><em><strong>Steckt dahinter Misstrauen gegenüber der Technik auf so kleinem Raum?</strong></em></p>
<p>Riemenschneider: Vielleicht. Dabei entspricht das Mammobil höchsten Qualitätsanforderungen, und die Geräte werden täglich überprüft. Alle Mitarbeiter sind geschult, sowohl am festen Standort wie auch im Mammobil.</p>
<p><em><strong>Wie läuft das Screening konkret ab?</strong></em></p>
<p>Riemenschneider: Die eingeladenen Frauen bekommen einen konkreten Terminvorschlag, den sie aber auch abändern können. Dann erfolgt die kurze Röntgenuntersuchung der Brust im Mammobil. Die Aufnahmen werden anschließend von zwei Ärzten beurteilt. Es gibt etwa sieben Prozent abklärungsbedürftige Befunde; solche weitere Diagnostik findet dann bei uns in Bonn statt.</p>
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<p><a href="/wp-content/uploads/2011/05/GA_2011-05-04.pdf" target="_blank">Quelle: Inga Thulfaut, General-Anzeiger vom 04.05.2011</a></p>
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